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5 Fehler bei der Prasentation von Designs an Kunden

Die Designprasentation ist der Moment, in dem Stunden der Arbeit zur Reaktion des Kunden werden. Leider enden viele Prasentationen in Missverstandnissen, die leicht hatten vermieden werden konnen. Hier sind die funf haufigsten Fehler.

1. Dateien ohne Kontext senden

Der einfachste und haufigste Fehler. Der Designer sendet eine JPG- oder PDF-Datei im Anhang mit einem Satz: „Hallo, hier ist das Design, sag mir was du denkst." Der Kunde offnet die Datei, schaut ein paar Sekunden und schreibt „ok" oder „passt mir nicht so ganz".

Es fehlt eine Beschreibung der Designabsichten, eine Erklarung der getroffenen Entscheidungen, das Zeigen von Varianten. Der Kunde weiss nicht, worauf er achten soll. Statt konkreter Anmerkungen bekommt man Allgemeinheiten.

2. Zu viele Varianten auf einmal

Funf Logoversionen gleichzeitig zu zeigen scheint eine gute Idee. In der Praxis fuhrt es zu Entscheidungslahmung. Der Kunde kann so viele Optionen nicht vergleichen und fangt an, Elemente aus verschiedenen Versionen zu kombinieren: „Nimm die Farbe von der Drei, die Schrift von der Eins und das Layout von der Funf."

Zwei, maximal drei Versionen sind optimal. Der Kunde sieht klare Alternativen und kann eine Entscheidung treffen, ohne uberfordert zu sein.

3. Kein klarer Weg fur Feedback

Der Kunde mochte sagen, dass ein bestimmtes Element anders sein sollte. Aber wie? Per E-Mail beschreiben? Anrufen? Einen Pfeil in Paint zeichnen? Jeder Kunde macht das anders, und das Ergebnis ist chaotisches und unvollstandiges Feedback.

Besser ist es, dem Kunden ein Tool zu geben, das direktes Kommentieren am Design ermoglicht. Dann muss er nicht beschreiben, wo was ist. Er zeigt einfach darauf und schreibt.

4. Keine Fristen fur Antworten setzen

Ohne Frist verschiebt der Kunde die Entscheidung. „Morgen schaue ich mir das an" wird zu einer Woche Stille. Und Sie wissen in der Zwischenzeit nicht, ob Sie weiterarbeiten, warten oder eine Erinnerung schicken sollen.

Eine klare Nachricht: „Bitte geben Sie mir bis Freitag Feedback, damit wir zur nachsten Phase ubergehen konnen" wirkt Wunder.

5. Prasentation ohne Vergleichsmoglichkeit

Version A am Dienstag und Version B am Donnerstag zu senden ist ein Rezept fur Chaos. Der Kunde muss alte E-Mails durchsuchen, aus dem Gedachtnis vergleichen, zwischen Fenstern scrollen. Das Ergebnis? Eine Entscheidung basierend auf Eindruck, nicht auf tatsachlichem Vergleich.

Zeigen Sie Varianten nebeneinander, an einem Ort, zur gleichen Zeit. Nur dann ist der Vergleich aussagekraftig.

Zusammenfassung

Die meisten dieser Fehler resultieren aus einem fehlenden Prozess, nicht aus fehlendem Konnen. Ein paar einfache Regeln genugen: Kontext geben, Optionen begrenzen, Kommentieren erleichtern, Fristen setzen und Varianten gemeinsam zeigen. Ihre Kunden werden es Ihnen danken.

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